Die Wege der Bösartigkeiten 02
Datum: 14.08.2019,
Kategorien:
Erotische Verbindungen
Autor: byCaballero1234
steckte. Seine seltsamen Neigungen zeigen schon die Gemälde, die Anna-Siena an den Wänden des ihr zugewiesenen Zimmers entdeckt hatte. Allesamt zeigten nackte Frauen oder Paare in unterschiedlichsten, oft obszönen Posen. Weit geöffnete Schenkel, die ihr Zentrum dem Betrachter präsentierten, wobei oft mit den Fingern alles so weit auseinander zogen wurde, dass der rosige Inhalt ans Licht trat. Männer die ihre steif abstehenden Glieder wie Stachel in die Hinterteile von Mädchen versenken. Aufeinander liegende Frauen, die ihre Köpfe zwischen die Beine der anderen drückten. Anfangs hatte Anna-Siena diese eigenartigen Darstellungen mit gewisser Neugieride und erhitzten Wangen betrachtet. Dann jedoch war ihre Mutter weinend aus dem Salon gestürmt, nachdem sie unter vier Augen mit dem Earl verhandelt hatte. Das zerrissene Kleid, das sie mit beiden Händen an ihren Körper gepresst hielt und die Tränen in ihrem blassen Gesicht ließen keinen Zweifel daran, was vorgefallen war. Bis zum Beginn des Dinners hatte sie kein Wort mehr gesprochen, sondern stumm aus dem Fenster geblickt, hinter dem wieder einmal ein heftiges Unwetter tobte und jede Chance auf eine Heimfahrt verhinderte. Ihr Gastgeber hatte ein ausgezeichnetes Abendmahl servieren lassen, währenddessen er allerdings keinerlei Zweifel an seinen Absichten ließ. Erst waren es nur indiskrete Blicke gewesen, dann ein paar unflätige Bemerkungen. Worte die man sonst wohl von einfachen Feldarbeitern erwarten konnte und nicht von einem ...
Mann seines Standes. Doch der Earl schien es zu genießen, diese Peinlichkeiten immer mehr auf die Spitze zu treiben. „Unser Handel hat einen vortrefflichen Beginn verzeichnet!" stellte er lächelnd fest und trocknete seine Finger in einer Serviette. „Ich habe bereits eine Unterstützung von 30.000,- Gulden zugesagt und bin nun soweit, über den nächsten Betrag zu reden!" „Wir werden das später wieder unter vier Augen tun!" meinte ihre Mutter so leise, dass die Worte kaum zu verstehen waren. Die Countess von Vascara war stets eine stolze, selbstbewusste Frau gewesen. Anfangs hatte sie die Provokationen ihres Gastgebers auch mit versteinerter Miene zu ignorieren versucht. Doch nun legte sie mit nassen Augen das Besteck beiseite, mit dem sie zuvor nur lustlos in dem Braten gestochert hatte und kämpfte offenbar mit den Tränen. Der Earl hatte sich von seinem Platz erhoben und war an Livs Seite getreten. Wie schon am Nachmittag, spielte er mit einer Strähne aus dem Haar von Anna-Sienas Schwester, die währenddessen so versteinert in ihrem Stuhl saß, als wäre sie eine leblose Puppe. „Haben sie verstanden, Mylord? Wir beide unter vier Augen!" wiederholte die Countess. „Nicht so eilig, Countess Vascara. Wir sollten uns doch wohl zuerst auf den Gegenstand der Verhandlungen einigen. Mit dem bereits verdienten Gulden könnt ihr die Gehälter bezahlen. Die nächste Priorität haben wohl die Raten bei der Bank. Und eine etwaige Mitgift zur Verehrlichung dieses hübschen, jungen Geschöpfes hier!" Seine ...