1. Vibrationen auf einem Bein


    Datum: 09.12.2023, Kategorien: Fetisch Deine Geschichten Autor: Sahra Pfeiler

    Als kleines Mädchen faszinierte mich eine Nachbarin die nur ein Bein hatte. Zuhause verwendete sie keine Prothese, ging auf Krücken oder hüpfte auf ihrem einzigen Bein im Badeanzug durch den Garten. Sie stellte für mich etwas Besonderes dar. Wie gern hätte ich selber nur ein Bein gehabt! Ich weiß nicht wieso, aber ich war von ihrem Beinstumpf wie behext. Ich sammelte heimlich die Werbe¬prospekte mit zarten Dessous, um den abgebildeten Damen mit der Schere ein Bein zu „amputieren“. Dabei war ich es selbst, auf die diese Ersatzhandlung gerichtet war. Ich war nachmittags meist allein und hüpfte oft den ganzen Nachmittag mit hochgebundenem Bein herum, so wie die Nachbarin. Als ich älter wurde begann dabei meist das Ding zwischen meinen Beinen zu kribbeln und blöderweise wurde dabei meist das Höschen ordentlich nass. Erst viel später kam ich dahinter, dass man dies Orgasmus nennt. 
    Ich lag nachts im Bett und träumte davon, nur ein Bein zu haben. Tausende Frauen mit nur einem Bein hätten gerne ihr zweites wieder. Ich, wo ich mir sosehr wünschte nur eines zu haben, musste mit zwei Beinen Leben. Wieso war das Leben so ungerecht?
    Als die Jungs interessant wurden rätselte ich, ob sie wohl auch ein einbeiniges Mädchen haben wollen? Leider konnte ich sie nicht fragen, mein Tick würde sonst auffliegen und ich würde zum Gespött werden. Denn dass mein seltsamer Wunsch nicht normal war, war mir wohl klar. Aber ich konnte mir nichts Romantischeres vorstellen, als auf Krücken neben so einem ...
     Typen einher zu humpeln. Wenn er mich in die Arme nimmt und küsst während ich auf meinem einzigen Bein stehe, und ich kann mich völlig in seine Arme schmiegen mit der Sicherheit, dass er mich festhält. 
    Dann lernte ich Morton kennen und da war alles anders, ich war zum ersten Mal richtig verliebt. Meine Vorliebe für Einbeinigkeit war in den Hintergrund gedrängt. Erst nach längerer Zeit des Zusammenseins tauchten diese Gedanken wieder auf. Ich verleitete Morton sooft es ging, mich im Stehen zu küssen und ich knickte dabei ein Bein nach hinten hoch, um mir dabei die Illusion der Einbeinigkeit zu verschaffen. Es war aber ein sehr unvollkommener Ersatz. Obwohl wir ein ideales, vertrauensvolles Verhältnis zueinander hatten, getraute ich mir nicht, Morton meinem sonderbaren Spleen zu gestehen.
    Dabei machte mir diese Marotte immer heftiger zu schaffen. Warum war ausgerechnet ich damit gesegnet? Ich, für die es keinen Weg gab, tatsächlich nur ein Bein zu haben? Oder gab es doch einen Weg? Ein Unfall? Das Bein abbinden bis es abstirbt? In Trockeneis stecken? Alles kaum möglich, für mich gab es keine Lösung.
    Eines Tages, es war ein Freitag und ich war mit einer Freundin auf einem Ausflug ins Hochland, bemerkte ich beim Aufstehen einen rötlich-violetten Streifen auf meinem Unterschenkel. Ich hatte mich am Vortag an einem Weidezaun am rechten Fuß verletzt. Samstag, der Streifen war dunkler und breiter geworden, war in dieser Gegend jetzt kein Arzt verfügbar. Am Sonntag sah alles schon ...
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