1. Eine schöne Bescherung 03. Kapitel


    Datum: 01.12.2017, Kategorien: Schwule Autor: by2b2batiG

    Eine schöne Bescherung Von 2b2batiGLieber Leser, liebe Leserin, du stehst im Begriff, das 3. Kapitel der Geschichte „Eine schöne Bescherung" zu lesen. Allmählich beginnt sich für den Ich-Erzähler Sascha, das ungewöhnliche Geheimnis seines ehemaligen Schulfreundes Sven zu lüften. Wenn du überhaupt noch nicht weißt, wie es dazu gekommen ist, solltest du zum besseren Verständnis zuerst die Kapitel 1 und 2 dieser Geschichte lesen. Ansonsten viel Spaß mit dem dritten Kapitel, in dem es endlich richtig zur Sache geht.Kapitel 3 Neugierig, aber auch leicht beunruhigt, weil ich nicht wusste, was mich erwartete, betrat ich die Kammer, nachdem mein Freund den Durchgang nochmals freigegeben hatte. Drinnen verschlug es mir regelrecht die Sprache. Sofort fühlte ich mich einige hundert Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt. Die Wände und der Fußboden dieses im Verhältnis zum Rest der Wohnung nicht sonderlich großen Raumes bestanden aus roh behauenen quaderförmigen Steinen. Hier und da waren Eisenringe in die Fugen eingelassen, an denen schwere Ketten mit Hand- und Fußfesseln hingen. Die massiven Metallgitter vor den tief im Mauerwerk liegenden Fensteröffnungen unterstrichen den Eindruck eines mittelalterlichen Verlieses. Den Mittelpunkt bildete ein großes viereckiges Gestell aus Holzbalken und Eisenstangen, an dem ein ganzes Arsenal unterschiedlich dicker Ketten, Ringe und Haken hing. Beim Anblick dieser nichts Gutes verheißenden Anlage, musste ich unweigerlich schlucken; denn intuitiv ...
     erkannte ich, dass das die Stelle sein musste, an der Sven mich fesseln und foltern wollte. Als ich meinen Blick weiterwandern ließ, erkannte ich andere Einrichtungsgegenstände, die zu längst vergangenen Zeiten gehörten. Zwei schwarze Ledersessel, deren hölzerne Armlehnen kunstvoll gedrechselt waren, fanden meine uneingeschränkte Bewunderung. Irritierend wirkten jedoch einige andere Sitzmöbel aus Holz auf mich, deren Lederschlaufen eindeutig darauf hinwiesen, dass die Benutzer hier nicht ganz freiwillig Platz nehmen würden. In einer Nische fiel mir eine eisenbeschlagene Truhe auf, die mit grausamen Folterszenen bemalt war, so dass ich mich fragte, ob diese Bilder eventuell in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem Inhalt stehen könnten. Ganz anderer Natur waren die rustikalen Schnitzereien auf den Türen eines flachen Wandschranks. In diesen zweifellos nicht jugendfreien Darstellungen trieben es Männlein und Weiblein derb und voller Sinnenfreuden in den verschiedensten Stellungen miteinander. „Na, was hältst du von meiner ‚Kammer des Schreckens'?", fragte Sven, ganz erpicht darauf, meine Meinung zu hören. „Ist das in deinen Augen nun einerichtige Folterkammer oder nicht?" Auch wenn ich das Gefühl nicht loswurde, dass mein Kumpel die ganze Aktion geschickt geplant hatte, um mich in diese Falle zu locken, antwortete ich ihm ehrlich: „Obwohl ich mir damit ins eigene Fleisch schneide, muss ich dir gestehen, dass sie meine Vorstellungen bei Weitem übertrifft. So etwas hätte ich in ...
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