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Zwei Schwestern
Datum: 13.08.2019, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byswriter
Schemel. Dann sprang sie auf sein Bett und fragte: „Wo bist du gewesen? Ich habe schon nach dir gesucht." „Ich habe einen Spaziergang unternommen." „Nimm mich das nächste Mal mit. Dann zeige ich dir alles", schlug Amy vor. John versuchte sich vorzustellen, was am See geschehen wäre, wenn Amy ihn begleitet hätte. Sicherlich wäre nichts Gutes dabei herausgekommen. „Vielleicht machen wir das mal." „Wo ist dein Hemd?" „Unten beim Brunnen. Ich musste es waschen." „So gefällst du mir ohnehin besser", behauptete die aufgedreht wirkende junge Frau und streichelte spontan über Johns Brust. Dieser zuckte kurz zusammen, ließ die zärtliche Geste aber zu. „Was machst du gleich?" „Ich soll deiner Schwester im Gemüsegarten helfen." „Oh ... Ach so." John erkannte, dass Amy andere Pläne zu haben schien. Sie schwiegen sich eine Weile an und Amy zog ihre Hand zurück. „Wir könnten später die Gegend erkunden. Ich zeige dir dann, wo die Tiere sind und wie wir sie versorgen." „Gut ... Wenn ich bei euch arbeite, muss ich ja wissen, wo alles ist", stellte John fest. Wohl war ihm nicht bei dem Gedanken, dass Amy seine Nähe suchte. Besonders deshalb, weil er sehr viel mehr an ihrer älteren Schwester interessiert war. Er aß schweigend, während Amy ihm neugierig zusah. Kurz nachdem er den letzten Bissen heruntergeschluckt hatte, vernahmen sie die Stimme von Mary, die nach ihrer Schwester rief. Amy rollte mit den Augen und war über die wiederholte Störung sichtlich ungehalten. Sie stand auf und richtete ...
ihr Kleid. „Ich muss mich um die Pferde kümmern ... Sehen wir uns später?" „Sicher." Sie zog sich mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen zurück. Kurz darauf hörte John, wie Mary auf ihre kleine Schwester einredete. Ob es Mary missfiel, dass Amy so viel Zeit mit ihm verbrachte? John stellte das Tablett zur Seite und machte sich auf den Weg nach unten. Mary erwartete ihn bereits und gemeinsam suchten sie das Gemüsebeet auf. Sie arbeiteten schweigend nebeneinander. Mary zeigte sich verschlossen und war offenbar nicht an einer Unterhaltung mit John interessiert. Dieser gab sich alle Mühe, ihr Tempo zu halten und bewegte sich humpelnd durch das Beet. Nach getaner Arbeit war er erschöpft und verschwitzt und begab sich erneut zum Brunnen. Zum Mittagessen gab es Mais mit Hühnchen. Es schmeckte köstlich. John nahm sein Mahl draußen vor der Scheune ein. Amy leistete ihm Gesellschaft und redete unentwegt auf ihn ein. Sie wollte alles über sein Zuhause wissen, von seiner Familie und wollte erneut bestätigt bekommen, dass er nicht in festen Händen war. Mary hatte für beide zunächst keine dringende Aufgabe parat, sodass Amy John überreden konnte, mit ihr einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Obwohl John am liebsten eine Pause eingelegt und geschlafen hätte, folgte er der 18-Jährigen in den die Farm umgebenden Wald. Amy sprang umher und redete wie ein Wasserfall auf John ein. Sie gab ein paar amüsante Anekdoten zum Besten und John fühlte sich wohl in ihrer Gesellschaft und bereute ...