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Der Pakt mit dem Teufel
Datum: 28.07.2019, Kategorien: 1 auf 1, Autor: Freudenspender
Der Pakt mit dem Teufel Es handelt sich hier um eine frei erfundene Geschichte, die in einen historischen Kontext eingebettet wurde. Sie erhebt natürlich keinen Anspruch darauf, historisch korrekt zu sein. Da aus der Zeit und der Welt der Hunnen nicht sehr viel überliefert ist, lässt dies viel Raum für die Fantasie. Der geneigte Leser möge mir das Ende verzeihen, das habe nicht ich, das hat die Geschichte geschrieben. Kapitel 1 "Wir werden kapitulieren müssen. Ich sehe keinen Ausweg mehr. Wir haben keine andere Chance.", erklärt mein Vater sehr niedergeschlagen der Familie und den engsten Vertrauten und Mitarbeitern, die er im großen Saal zusammengerufen hat. "Aber Vater, Du weißt, was das heißt? Das kannst Du nicht machen!", melde ich mich fast panisch zu Wort, "Das da draußen sind die Hunnen!" "Ja, was soll ich Deiner Meinung nach denn noch tun? Wir sind besiegt, wir haben nicht die geringste Chance mehr doch noch zu gewinnen. Wir können uns nur noch ergeben, um so die Verluste noch einigermaßen in Grenzen halten. Alles andere wäre purer Selbstmord.", antwortet er und ich kann die Verzweiflung in seiner Stimme deutlich hören. "Und dafür opferst Du uns?", gebe ich energisch zurück. "Ich kann es wirklich nicht verantworten, dass noch mehr Soldaten sinnlos sterben. Auch die Bewohner sind am Ende. Die Belagerung zeigt seine volle Wirkung. Da gibt es nichts mehr daran zu rütteln. Ich habe bereits einen Abgesandten zu Attila geschickt, um unsere Kapitulation zu überbringen. ...
Er wird bald hier sein. Die Kämpfe wurden bereits weitgehend eingestellt.", erklärt er resigniert. "Du weißt aber schon, was Du damit Deiner Familie antust? Die Hunnen sind da nicht zimperlich. Die besiegten Stammesführer werden vernichtet, damit von ihnen bestimmt keine Gefahr mehr ausgeht. Aber auch das Volk hat nichts zu Lachen. Von den Hunnen unterjocht zu werden, ist kein Spaß.", halte ich ihm dagegen. "Aber was soll ich denn anderes tun? Je länger wir diesen sinnlosen Kampf noch hinaus ziehen, umso schlimmer wird es.", gibt mein Vater nur noch klein bei. Die Verzweiflung und die Ausweglosigkeit der Situation sind ihm mehr als deutlich ins Gesicht geschrieben. So am Boden habe ich meinen Vater noch nie erlebt. Die Lage muss wirklich ausweglos sein. Außerdem kann man an diesem Punkt sowieso nichts mehr ändern. Die Kapitulation ist überbracht. Die Situation ist, wie sie ist. Verdammt, kann man da wirklich nichts mehr tun? Ich wende mich ab und schaue zum Fenster hinaus. Ich will meinen Vater wirklich nicht kritisieren oder gar vor allen Leuten im Saal bloßstellen. Ich mache mir halt Sorgen um meine Eltern und Geschwister, die engsten Vertrauten meines Vaters, die Freunde und den gesamten Stamm. Ich bringe meinem Vater natürlich den nötigen Respekt entgegen. Aber ich will mich auch nicht einfach nur so mit der Situation abfinden und hier warten, wie ein Schaf auf seinen Metzger. Ich bin es nicht gewohnt, klein beizugeben. Es ist aber auch wirklich eine Ausnahmesituation. ...