1. Der Austauschschüler


    Datum: 06.10.2017, Kategorien: Ehebruch Autor: Sylvia30

    geblieben. Hoffentlich war er kein Problemkind. Ich ging allerdings davon aus, dass die Schule einen solchen Jungen nicht vermitteln würde. Murat war sportlich und mochte Schwimmen, Fußball und Judo. Dass er sportinteressiert war gefiel mir, somit hatten wir wenigstens etwas gemeinsam. Er kam aus der gehobenen Mittelschicht und hatte vier Schwestern und einen Bruder. In dieser Familie würde unser Sohn unterkommen und sie schien eine gute Wahl zu sein. In den letzten Tagen unternahm ich noch sehr viel Zeit mit Sven, weil er mir zu diesem Zeitpunkt schon anfing zu fehlen. Jede freie Minute verbrachten wir zusammen und unternahmen viel gemeinsam. In dieser Zeit kümmerte ich mich kaum um andere Dinge und so blieb vieles auf der Strecke. Die Zeit verging wie im Flug und so kam der Tag der Abreise schon fast überraschend. Eilig und überstürzt hatte ich noch Sachen für Sven gewaschen, gebügelt und gepackt. Zum Glück hatte die Schule eine kleine Packliste zusammengestellt, an der ich mich orientieren konnte. Mein Mann Michael war zum Glück auch zuhause. Er hatte sich für die nächsten drei Wochen Urlaub genommen um mich bei dem Projekt zu unterstützen. Wir hatten Sven am Freitag zum Flughafen gebracht und Murat sollte am Samstagnachmittag ankommen, als Michael einen Anruf seiner Firma erhielt. Michael: "Das war Herr Bückner. An unserer Baustelle in Italien läuft es nicht gut und sie brauchen mich dringend. Er möchte, dass ich meinen Urlaub abbreche." Ich: "Das ist jetzt nicht dein ...
     Ernst? Du willst mich doch nicht mit unserem Austauschschüler alleine lassen?" Michael: "Ach Sylvia! Du schaffst das ganz sicher sehr gut alleine und ich komme ja wieder." Michael grinste breit. Ja, natürlich würde er wieder kommen, Wie immer. Aber gerade am Anfang wäre es für mich leichter gewesen, wenn ich auf seine Unterstützung hätte zählen können. Während Michael also eilig seine Sachen packte, musste ich auch noch seine Wäsche bügeln und ein paar fehlende Dinge besorgen. Am Samstagmittag fuhr er dann los und ich hatte überhaupt keine Vorbereitungen für Murat treffen können. Als Begrüßungsgeschenk hatte ich noch schnell von unserem Fitnessstudio eine 3-Monatskarte besorgt, Blumen waren natürlich nicht angebracht. Wir hatten im Keller ein Besucherzimmer eingerichtet, welches auch ein richtiges Fenster und eine Nasszelle hatte. So hatte Murat seinen eigenen Bereich für sich und wir, bzw. ich, waren im Obergeschoss ungestört. Tatsächlich war ich nicht dazu gekommen, das Gästezimmer herzurichten, so musste ich das halt nachholen wenn Murat ankam. Am Flughafen lief ich eilig durch die Hallen, da ich schon etwas spät dran war. An der Anzeige konnte ich erkennen, dass das Flugzeug schon gelandet war. Offensichtlich waren sie aber noch nicht im Empfangsbereich angekommen, denn andere Eltern standen dort auch noch alleine. Zwei kannte ich, da sie die Mütter von Schülern aus Svens Klasse waren. Ausgerechnet die blöde Meiermann stand dort mit der nicht minder dummen Bertling. Frau ...
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