1. Erstes Semester


    Datum: 26.03.2018, Kategorien: Lesben Sex Autor: bymitternachtigal

    Noch 10 Minuten. Ich schaue in das blasse Mädchengesicht. Ihre Lippen glänzen verführerisch. Der dunkle Lidschatten und die unendlich langen Wimpern bringen ihre grauen Augen zum Leuchten wie die morgendliche Sonne nach einer düsteren Nacht. Ihre langen dunkelbraunen Haare sind kunstvoll hochgesteckt und leiten den Blick auf ihre liebliche runde Stirn und ihre wundervollen samtweichen Wangen. Und doch ist da in ihrem Gesicht diese tiefe Traurigkeit, diese Unsicherheit, diese Angst. Hey, du siehst toll aus, sage ich mir, und drehe mich vom Spiegel weg. Gleich muß ich los. Noch ein wenig mehr Parfum auftragen -- oder wird das schon zu viel? Ich gehe kurz aus dem Bad und rieche an mir, an meiner Kleidung. Alles im grünen Bereich. Ich dufte angenehm, aber noch nicht wie ein Parfum-Laden. Dann ein letzter Check vor dem Spiegel. Alles ok! Ich nehme meine Handtasche und breche auf in Richtung Haltestelle. Noch 6 Minuten zeigt mir die elektronische Tafel an. Manchmal geht mir meine Pünktlichkeit selber ziemlich auf die Nerven! Da hab ich mich so beeilt, und wofür? Damit ich jetzt hier noch 6 Minuten dumm rumstehe und mich von blöden Typen begaffen lasse. Klar hab ich mich schick gemacht, denke ich mir, aber nicht für euch! Endlich, ich sitze im Bus. „Nächste Haltestelle: Wiener Straße", tönt die Ansage. Meine Augen schweifen planlos aus dem Fenster. Was mich wohl erwartet? Ob ich dort vielleicht jemanden interessantes kennenlernen werde, frage ich mich. Mit den Männern hatte ich ja ...
     nicht immer nur Glück. Ich glaube ja, daß ich ihnen zu klug bin. Na ja, und die klugen Männer lerne ich eben nicht kennen, weil sie entweder schon vergeben sind oder sich einfach nicht dort herumtreiben, wo ich bin. Wo eigentlich sind all die klugen Männer? Aber soll ich vielleicht alleine zu Hause sitzen und warten, daß der Traummann an meiner Tür klingelt? Bislang hatte sich diese Strategie alles andere als bewährt... Aber natürlich gibt es Traummänner ja sowieso nur im Traum! „Nächste Haltestelle: Universität." Ich bin da. Es erscheint noch so irreal, daß ich ab Montag hier studieren werde. Bei den Einführungsveranstaltungen hatte ich ja schon einen ganz guten Überblick über den Fachbereich Psychologie erhalten und einige meiner künftigen Dozenten und Professoren kennengelernt -- oder sagen wir mal gesehen. Und ich hatte bereits einige Kommilitonen getroffen, darunter auch Nicole, die zwar 2 Semester über mir ist, aber, wie sich herausstellte, auch aus meiner Heimat stammt. Wir waren darüber ins Gespräch gekommen und hatten uns ganz gut verstanden. Schließlich haben wir uns für die heutige Party verabredet. Ich bin ja ganz froh, daß ich so zumindest schon jemanden kenne. Ganz alleine hätte ich wohl eher weniger auf die Party gehen wollen. Das wäre ja peinlich! Die anderen Leute aus meinem Studiengang hatte ich ja nur flüchtig kennengelernt -- eigentlich nur, um gleich darauf wieder ihre Namen zu vergessen. Gerade schreibt mir Nicole: „Bin in ca. 30 min da." Verdammt, da war ...
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