1. Verzweifelt


    Datum: 13.01.2019, Kategorien: Romantisch Autor: mrthomasdooley

    Lisa beistehen, wenn sie nach Hause kommt? Daran habe ich überhaupt nicht gedacht. Das hatte ich völlig übersehen! Aber ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich weiß es wirklich nicht. Morgen kommt sie nach Hause und wir stehen auf der Straße. Kein Dach über dem Kopf und völlig mittellos. Ich bin ratlos, so ratlos! Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich habe auch niemanden, den ich um Hilfe bitten kann. Niemanden." Florian wollte schon sagen, dass sie ihn doch bitten könne, aber das hielt er für nicht angebracht. Er musste es schon anders anstellen, seine Hilfe an den Mann, oder besser an die Frau zu bringen. "Sabine, wollen Sie jetzt immer noch Ihren Entschluss in die Tat umsetzten?" "Nein! Das wäre ein furchtbares Verbrechen an meiner Tochter. Nein, das darf ich nicht tun. Wegen Lisa darf ich es nicht. Aber Ihnen danke ich. Sie hatten wirklich recht." "Womit denn?" "Na ja, das mit dem Reden. Sie hatten schon recht, Sie mussten gar nichts wissen, es war nur wichtig, dass ich rede und jemand zuhört. Dadurch habe ich einiges erkannt, noch lange nicht alles, aber doch etwas sehr wichtiges. Dafür danke ich Ihnen." "Es ist schön, dass Sie das sagen. Aber ich weiß nicht, ob ich Ihnen das glauben kann. Ich kenne Sie doch gar nicht. Ich würde gerne sicher gehen. Ich möchte wirklich nicht morgen oder irgendwann später in der Zeitung lesen, dass Sie es doch noch getan haben." "Und wie wollen Sie sicher gehen? Wie soll das funktionieren?" "Sabine, das, was ich Ihnen jetzt sage, ...
     sage ich vollkommen ohne Hintergedanken. Das verspreche ich Ihnen. Ich will wirklich nur sicher gehen, dass Sie es nicht doch noch tun. Ich könnte Sie auch bei der Polizei abliefern, aber das möchte ich nicht. Das will ich Ihnen nicht antun. Sabine, ich will, dass Sie bei mir übernachten. Wirklich nur übernachten. Ich will, dass Sie auch morgen früh noch so gesund sind, wie jetzt. Werden Sie das für mich tun?" Sie zögerte. "Wirklich nur bei Ihnen schlafen?" "Ja, nur bei mir schlafen. Ich sage es noch einmal, damit Sie sicher sind: BEI mir schlafen. Allerdings in einem Raum mit mir. Damit ich auch wirklich alles mitbekomme, was Sie tun. Und ich bekomme es mit! Ich habe einen sehr leichten Schlaf." Entsetzt sah sie ihn an. "Was wollen Sie? Ich soll mit Ihnen in Ihrem Schlafzimmer schlafen? Sie haben ja wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank!!" "Ich dachte da eher an das Wohnzimmer. Da stehen zwei Sofas drin, eines für Sie und eines für mich. Ist zwar nicht ganz so bequem wie ein Bett, aber in der gegebenen Situation halte ich das dann doch für das Beste." Sie dachte eine Zeit lang über seine Worte nach. Dann zeigte sie sich einverstanden. "Na ja, ist gut. Ich denke, Sie haben es sich verdient, in der Sicherheit zu schlafen, dass ich keine Dummheiten anstelle. Ja, ist gut, so können wir es machen." "Schön, dass Sie einverstanden sind. Dann kommen Sie." Damit hatte er sie schon einmal für diese Nacht in seiner Wohnung unter Kontrolle und hatte ihr gleichzeitig erst einmal ein ...
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