1. Eine Party und ihre Folgen 02


    Datum: 31.10.2018, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byPanthera_tigris, Quelle: Literotica

    Liebe LeserInnen, vielen herzlichen Dank für eure Kommentare, die mir sehr geschmeichelt haben. Tatsächlich habe ich den nun folgenden Teil zusammen mit dem ersten geschrieben. Da ich aber eine Woche lang unterwegs war, komme ich erst heute dazu, ihn euch zu präsentieren. Wer erst neu hinzu gestoßen ist, dem möchte ich unbedingt empfehlen, zunächst den ersten Teil von "Eine Party und ihre Folgen" zu lesen, denn der zweite knüpft nahtlos an die Ereignisse des ersten Parts an. Und nun, verehrte LeserInnen, wünsche ich euch ganz viel Spaß mit der Fortsetzung. ****** Teil 2: Bin ich etwa lesbisch? Am nächsten Morgen wachte ich auf und fühlte mich wie gerädert. Die Ereignisse des vergangenen Abends hatte ich immer noch nicht richtig verdauen können. Zu viele und zu unterschiedliche Eindrücke und Emotionen waren in viel zu kurzer Zeit auf mich eingeprasselt. Unruhig starrte ich die Decke unseres Schlafzimmers an. An Schlaf war nicht zu denken. Tom lag neben mir und schlief wie ein Stein. Das konnte Tom schon immer. Egal was kam, Tom hatte nie Probleme beim Einschlafen. Ich dagegen wälzte mich, wenn mich etwas beschäftigte, stets stundenlang von einer Seite auf die andere und grübelte nach, bis ich irgendwann vor Erschöpfung weg dämmerte. So auch diese Nacht. Ich schaute zur Seite. Tom hatte seine Augen geschlossen. Sein Brustkorb hob und senkte sich mit jedem seiner ruhigen Atemzüge. Ich fühlte mich sofort wieder unendlich schuldig. Irgendwie konnte ich es immer noch nicht ... begreifen. Hatte ich das gestern wirklich getan? Ekel vor mir selbst überkam mich. Ich hatte meinen Freund betrogen. Hinter seinem Rücken Sex mit einer anderen Person gehabt. Unweigerlich fragte ich mich, was das für unsere Beziehung bedeuten würde. Und wie ich mich ihm gegenüber verhalten sollte. Sollte ich das gestern Erlebte als einmaligen Ausrutscher abtun und für mich behalten? Einfach so tun als wäre nichts passiert und weiter machen wie bisher? Oder sollte ich ihm besser alles beichten und hoffen, dass er mir verzeihen würde? Würde er mir überhaupt verzeihen können? Das schlechte Gewissen nagte an mir. Nie im Leben hätte ich für möglich gehalten, dass ich jemals meinen Tom betrügen würde. Tom, den ich über alles liebte und mit dem ich steinalt werden wollte. Plötzlich nagte eine weitere Frage an mir. Liebte ich Tom überhaupt noch? In unserer Beziehung kriselte es schon seit einiger Zeit. Doch eigentlich hatte ich doch geglaubt, dass wir uns in der letzten Zeit wieder einander angenähert hätten. Und jetzt? Was bedeutete das nun? Vielleicht sollte ich das gestern Erlebte unter einem anderen Blickwinkel betrachten? Nämlich so, dass mir plötzlich klar wurde, dass Tom nicht derjenige war, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen mochte? Weil an Schlaf sowieso nicht zu denken war, schlüpfte ich aus dem warmen, weichen Federbett. Ich tapste erschöpft und ziemlich mitgenommen in die Küche und ließ mir erst einmal aus dem Wasserhahn ein Glas Wasser ein. Gierig wie eine Ertrinkende ...
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