1. Die Wette


    Datum: 07.11.2018, Kategorien: Romantisch Autor: Manuela Yasmina

    Tanzboden losten die Jungen immer, wer mit ihr tanzen mußte. Jawohl, mußte. Dann wenn sie sich beim tanzen drehte, standen die anderen unten und schauten unter ihren Rock. Darum trug sie dort immer eine Wollstrumpfhose. Aber heute hatte sie eine Nylonstrumpfhose an. Dazu auch noch diesen geilen kleinen Tangaslip. Erleichtert nahm sie daher zur Kenntnis, daß er einen Ausweg gefunden hatte, und er ihr dabei nicht unter das Dirndl schauen konnte. "Weißt du was? Du gehst eine Stiege vor mir, ich dahinter. Dann kann ich nichts sehen." Und so machten sie es auch. Aber an der letzten Sprosse rutschte Marie ab. Aber sie fiel nur 10 Zentimeter tief. Dann saß sie auf seinem Bein, welches er beim hinaufsteigen zwischen ihren Beinen geschoben hatte und nun auf einer Stiege ruhte. Zusätzlich faßte er sie fest um die Taille. Erleichtert merkte sie nun, daß er es mit dem "aufpassen" sehr ernst nahm. Sie stieg die letzte Sprosse hoch und Toni folgte ihr. Von hier aus war der Weg einfach. Er zog sich längs des Rabensteins entlang, bog dann nach rechts ab zum See, um dann im Wald zu verschwinden und erst wieder bei ihrem Hof aufzutauchen. Währen sie so gingen redeten sie nur das nötigste. Was er die ganze Zeit gemacht habe und was sie so gemacht hatte. Für die Schönheit der Landschaft hatte Marie keine Augen. In ihr stieg nun immer mehr die Angst hoch. Sie würde alles tun, wenn sie nur diese Wette nicht bezahlen mußte. Aber Toni würde sich niemals auf diesen Kuhhandel einlassen. Er war schon ...
     von klein auf als jemand bekannt, der auf sein Recht pochte, wie auch das Recht der anderen mehr als nur respektierte. Nach 2 Stunden sah sie den Hof ihrer Eltern durch die Bäume schimmern. Rechts davon lag die Scheune. Nach weiteren 5 Minuten standen sie vor der Scheune. Schon wollte Marie ihn bitten es nicht zu tun, da sagte er barsch. "Was ist? Geh rein." Marie ging hinein bis zur Leiter, die auf den Boden führte. Sie entsann sich seiner Scheu, ihr unters Dirndl zu sehen und fragte: "Gehst du vor? Sonst siehst du ja doch noch unter mein Dirndl." "Das macht doch nix. Gleich sehe ich doch sowieso alles." Sein Lachen klang höhnisch, abstoßend. Marie rollten die Tränen das Gesicht herab. Aber sie ergriff die Leiter und stieg mit einem Fuß auf die unterste Sprosse. Da hörte sie seine Stimme hinter sich. Viel sanfter, als sie es jemals von ihm gehört hatte, und seine Hand legte sich auf ihre Schulter. "He, so schlimm?" Marie nickte leicht und weinte nur auch hörbar. Seine Hand drehte sie an der Schulter zu sich herum. Und noch ehe sie reagieren konnte, hatten seine Hände ihr Gesicht genommen, der linke Daumen streichelte sehr sanft über ihre rechte Wange. Dann zog er ihr Gesicht an das seine und küßte sie kurz. "Heut nicht. Schlaf schön. Wir sehen wir uns ja morgen wieder." Und fort war er. Marie stand bestimmt noch 10 Minuten dort in der Scheune. Sie konnte nicht fassen, was gerade passiert war. Hatte sie denn alles nur geträumt? Hatte er wirklich daraufverzichtet, daß sie ihre ...
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