1. Alles nicht so einfach


    Datum: 14.08.2019, Kategorien: Erstes Mal Autor: ahab1985

    es tatsächlich so schlimm gewesen? „Wäre es, es ist das totale Stigma. Ein Abgrund der Scham“ “, sagt Christoph. Ihn eint mit Mr. Jackpot nicht nur seine verhältnismäßig lang andauernde Jungfräulichkeit, sondern auch die Tatsache, dass man sie nie vermutet hätte bei ihmn. Auch er ist gutaussehend und intelligent. Höchstens ein klein wenig schüchtern. Es war nicht leicht, Christoph zu einem Gespräch zu überreden. Anonym muss das Ganze sein, das ist ihm wichtig. Christoph ist 24 und hatte durchaus Gelegenheiten – nur eben nie mit den Frauen, auf die er stand. Also verzichtete er. Bis er mit 20 merkte: Er verliert den Anschluss. Alle seine Freunde hatten inzwischen längst feste Freundinnen oder zumindest ab und zu irgendwas am Laufen. Während er sich selbst noch immer zu Manga-Mädchen selbst befriedigte. Um nicht als der letzte Loser dazustehen, machte er einen auf geheimnisvoll, „als würde ich genießen und schweigen“, sagt er, um peinlichen Fragen aus dem Weg zu gehen. "Je älter ich werde, desto mehr haben mir die anderen Typen was voraus." Mit 21 hatte er sie endlich: die erste Freundin! Aber alles lief anders als erwartet: „Sie fand, ich sei zu unerfahren und könne nicht so gut küssen wie andere Typen. Und als sie mir dann einen blasen wollte, bekam ich vor lauter Nervosität keinen hoch. Klar, dass das nicht lang gehalten hat.“Seitdem wird der Druck immer größer. „Je älter ich werde, desto mehr haben mir die anderen Typen was voraus. Die Frauen haben den Vergleich. Und ihre ...
     Ansprüche werden größer. Wenn ich mich jetzt mit 25 im Bett so ungeschickt anstelle wie ein 16-Jähriger, dann bringe ich es einfach nicht. Welche normale Frau in meinem Alter will bitte mit einem 16-Jährigen schlafen?“Manchmal überlegt Christoph, zu einer Prostituierten zu gehen, „einfach, um es mal gemacht zu haben und mir bei der nächsten Gelegenheit nicht so in die Hosen zu scheißen, weil ich versagen könnte.“ Aber die Schwelle ist dann doch zu hoch. Schließlich ist das ein ganz besonderer Moment. Und den will er mit jemand ganz Besonderem erleben. Aber je länger dieser Moment auf sich warten lässt, desto schwieriger wird es. Und obwohl Christoph sich sicher ist, dass er selbst alle Karten auf den Tisch legen würde, kann er Mr. Jackpots Schweigen verstehen: „Ein Mann muss erfahren sein. Ein Mann weiß, was er tut. Das sind Rollenklischees, ich weiß, aber so sind wir nun mal gestrickt. Und wenn du diesem Bild nicht entsprichst, dann Kopf in den Sand und: hoffentlich merkt's keiner.“Es sind nicht nur die Ansprüche der anderen, denen er nicht gerecht wird: „Irgendwann fragst du dich selbst: Was stimmt nicht mit mir? Bei allen anderen läuft es doch auch. Bin ich tatsächlich ein Freak?“Dabei hat Christoph in dieser Hinsicht einfach ein wenig mehr Pech gehabt als wir anderen. Das ist alles. Ich kenne keine Frau, die einen unerfahrenen Mann per se ausschließen würde – ich habe sie alle gefragt. Selbst Marlene ist sich sicher: An seiner Jungfräulichkeit lag es nicht, dass es nicht ...