1. Es fing mit einem Wintertraum an


    Datum: 06.12.2018, Kategorien: Insel der Scham, Autor: Laalec, Quelle: Schambereich

    Es ist ein herrlicher Sonnentag in der tief verschneiten Welt unserer Berge. Der Tag hat wunderbar begonnen mit Skifahren in herrlichem Pulverschnee, der letzte Nacht gefallen ist. Es ist später Mittag und ich, Tim, stehe hier an der Jausenstation und beobachte die weiße Winterwunderwelt sowie die Skifahrer auf der Piste. Meine Frau, Katja, konnte, durch einen kurzfristig beruflichen Termin, nicht mitfahren und kommt später nach. So lasse ich die Augen schweifen, ob nicht vielleicht ein Abenteuer zu finden ist. Wir leben in einer offenen Ehe und gönnen uns das Leben zu genießen, auch wenn der Andere mal beruflich gebunden ist oder auch einfach keine Lust hat. So sehe ich nun eine Frau, die mir schon mehrere Male aufgefallen war, in eleganten Schwüngen die Piste herunterfahren. In Gedanken an vergangene Tage träume ich etwas vor mich hin. Und sinniere über, wie schön es wäre, doch mal wieder ein Liebesabenteuer mit einer schönen Unbekannten zu genießen. Liebe, Lust und Leidenschaft erleben ohne die Frage nach warum, weshalb und was kommt danach. Mal wieder Leben ohne an Morgen zu denken und sich einfach gehen lassen. Na das wäre mal wieder das Richtige für den Sohn meiner Eltern. Einfach Spaß haben und wissen man kann jederzeit nach Hause gehen und hat keine Probleme. In den letzten Tage ist mir die Dame immer wieder aufgefallen, wie Sie in Ihrem blass gelben Anzug auf der Piste war. Immer wieder sah ich die elegante Frau vor mir. Schon versuchte ich, in Gedanken, Sie ... kennen zulernen. Aber Gedanken sind halt auch Träume und ob die Wirklichkeit werden steht auf einem anderen Blatt. Nachdem ich Gedanken und Träume ad acta gelegt hatte, machte ich mich auf den Weg zu meine Ski um mal wieder eine Abfahrt in Angriff zu nehmen. Auf dem Weg zu Tal beschloss ich noch einmal Richtung Doppelsessellift zu fahren, um noch die ein oder andere Abfahrt zu machen. Der Tag ist noch jung, man kann ja noch etwas tun. Mit Schwung komme ich an der Liftstation an und reihe mich in die Wartenden ein. Nach kurzer Zeit bin ich dran und rutsche in die Spur zum Sessel und bemerke den gelben Anzug neben mir. Der Sessel kommt, wir nehmen Platz und schließen den Bügel. Oh, welch ein Zufall, kommt es mir in den Sinn. Eben noch geträumt und nun fast wie vorher bestimmt. Ich sitze neben Ina, wie wir uns später vorstellen. Na ja ab und zu kann ja mal ein Wunsch in Erfüllung gehen. Wir sagen gegenseitig „Hallo“ und ich bin ganz perplex, wie schön Dein Gesicht aus der Nähe ausschaut. Auf der Fahrt erzählen wir so ein wenig über uns sowie Gott und die Welt. Uns fällt schnell auf, dass wir uns gegenseitig beobachtet haben. Wir beide sind zur Zeit allein auf Tour. Zum Ende der Liftfahrt haben wir uns darauf geeinigt, die nächsten zusammen Abfahrten anzugehen. Zu zweit wird der Nachmittag doch noch sehr lustig aber auch anstrengend, da wir wie die Wilden über die Pisten sausen. Gegenseitig spornen wir uns immer wieder an. Langsam neigt sich ein schöner Wintertag dem Ende und wir ...
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